Projekttage Tolkien und der Herr der Ringe Teil 1 – Laras Seemannssage

Vom 26. bis zum 28.09.2016 wurden durch Mitglieder der Flensburger Gesellschaft für Phantastik an einer schleswig-holsteinischen Gemeinschaftsschule Projekttage zum Thema J.R.R. Tolkien und der Herr der Ringe durchgeführt. Die zwanzig Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 waren zum Teil ohne Vorwissen, zum Teil mit beachtlichen Erfahrungen rund um Mittelerde erschienen. Auf dem Plan für die drei Vormittage standen unter anderem ein Abriss der Entstehung Mittelerdes, eine Nacherzählung der Wanderung des Ringes von seiner Entstehung bis zu seiner Vernichtung, das gemeinsame Lesen der Begegnungen mit Streicher, Baumbart und Tom Bombadil und viel Zeit für die eigenständige, kreative Betätigung. Die dabei entstandenen Produkte aus dem Feld der Fanfiction, Heraldik, Kalligraphie, Zeichenkunst und Töpferei sollen in den folgenden Tagen vorgestellt und dokumentiert werden.

Den Anfang macht die Seemannssage vom verschollenen Hobbit. Die Autorin Lara besucht die neunte Klasse und hat es hervorragend verstanden, die traditionellen Legenden Ardas mit ihren modernen, frischen Ideen rund um die selbst erfundene Drachenrasse Dragonen zu verknüpfen. Zu erkennen sind deutliche Hinweise auf Mittelerdes Vorzeit, wie zum Beispiel in der geringschätzigen Bemerkung eines Akteurs über den gefallenen Valar Melkor. Der Hobbit-Hauptcharakter weist sehr einfühlsam präsentierte, Hobbit-typische Eigenschaften auf: Selbst bei der Begegnung mit einem völlig neuen, unbekannten Drachenwesen, gibt er dem eigenen Appetit nach. Er bemerkt beinahe lobend die gemütliche Einrichtung des Elbenhauses und ist geradezu verärgert darüber, dass man ihm so viel Aufmerksamkeit schenkt.

Lesen Sie eine spannende Geschichte, die sich in Mittelerde zu einer bekannten Seemannssage verwandelt hat, welche sich die Hobbitkinder am Lagerfeuer erzählen.

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Die flammende Insel und der verschollene Halbling – eine Seemannssage

Die Dragonen, ein altes, vergessenes Volk, nur von den alten Seefahrern der Elben gekannt, waren eine weise, wenn auch gierige Zivilisation. Es heißt, dass sie weit draußen, im Norden des Meeres auf einer Insel lebten, die von einem Wasserdrachen geschützt wurde. Diesen Wasserdrachen gibt es noch heute und er versetzt die Seefahrer in Angst und Schrecken. Und hier beginnt meine Geschichte… Ich bin Filbo. Manche nennen mich auch den verschollenen Hobbit und ich habe Dinge gesehen, die ihr euch noch nicht mal erträumen könntet.

Alles begann damit, dass wir unsere Fracht in den nächsten Hafen bringen wollten, doch dort kamen wir nie an. Zunächst war alles ruhig. Die Luft war still und die Sonne brannte auf uns herab. Doch auf einmal türmten sich die Wolken zu einem schwarzen Ungetüm auf und der plötzlich wilde Wind zog uns weit aufs Meer. Während der Sturm um uns wütete und uns jegliche Hoffnung nahm, je nach Hause zurückzukehren, sah ich als Einziger, wer oder vielmehr was den Sturm verursachte. Eine unbändige Furcht nahm von mir Besitz und mein Verstand schaltete sich ab. Denn das Wesen war das Schrecklichste, was ich je gesehen habe. Es besaß riesige Augen, die grausam zwischen den Wellen hervorblitzten und als es sich plötzlich aufbäumte, tauchte ein von dunkelblauen Schuppen besetzter Körper auf. Ein markerschütternder Schrei erklang und es dauerte einen kurzen Moment, bis ich realisierte, wer geschrien hatte. Ein vor Angst erstarrtes Gesicht erschien neben mir und zum ersten Mal sah ich einem Elben seine Angst an. Náin sagte hoffnungslos: „Jetzt hat unsere letzte Stunde geschlagen. Die Legende ist wahr.“ Kaum hatte er seinen Satz beendet, schlug der Körper des Monsters auf unserem Schiff auf und es zersplitterte in tausend Stücke. Ich stürzte ins kalte, graue Nass und klammerte mich verzweifelt an etwas Festes, das neben mir im Wasser trieb. Ich trieb und trieb. Es kam mir vor, als ob ich jahrelang unterwegs war, aber vermutlich waren es bloß ein paar Stunden. Irgendwann stießen meine Füße auf Grund und ich schleppte mich mit letzter Kraft an Land. Erschöpft brach ich zusammen und fiel in die Umarmung der Bewusstlosigkeit.

Als ich wieder erwachte, lag ich auf dem warmen Boden einer hell erleuchteten Höhle. Neben mir stand eine Schale mit Wasser und ein paar knollenartige Früchte lagen daneben. Ich richtete mich stöhnend auf und hielt mir den dröhnenden Kopf. „Er ist wach, Mylady“, ertönte eine Stimme von links und als ich hinüber sah, erschrak ich zutiefst. Der Eingang war mit goldenen Gitterstäben verschlossen und diese wurden gerade von einem seltsamen Mischwesen geöffnet. Das seltsame Wesen ähnelte einer normalen Frau, nur war es mit blauen und lila glänzenden Schuppen übersäht. Auf ihrer Wange prangte ein Zeichen, das einer Flamme ähnelte. Diese jedoch war dunkelblau, fast schwarz. Langsam trat sie näher und schloss das Gitter hinter sich wieder. Mit leicht schräg gelegtem Kopf betrachtete sie mich nachdenklich. Alles in allem erinnerte sie mich in ihrem Auftreten an einen Drachen. „Du musst hungrig und durstig sein, Fremder. Greif ruhig zu!“, sagte sie mit einer rauchigen Stimme und deutete auf die Knollen und das Wasser. Augenblicklich bemerkte ich meinen Durst und Hunger, also nahm ich eine Knolle zu mir und trank etwas. „Nun sprich, Fremder. Wer bist du und wie bist du hierher gelangt?“ „Isch bin Filbo und isch ‘ab ‘iffbruch erlitten“, sagte ich während ich auf einer Knolle kaute. Ein amüsierter Gesichtsausdruck huschte über ihr Gesicht und ein leises Lachen erklang. Nachdem sie sich beruhigt hatte, wurde sie aber wieder ernst und fragte mich: „Das heißt, du weißt nicht, wo du dich aufhältst?“ „Nein, nicht wirklich“, antwortete ich. „Nun, wir haben noch etwas Zeit, bis der Rat zusammentrifft. So kann ich dir erklären, was es sich mit dieser Insel und uns auf sich hat“, sagte die Drachenfrau. „Wir, also die von meinem Volk, werden von den anderen Völkern Dragonen genannt und leben schon seit Anbeginn der Zeit, wie die Elben. Unser Volk kann seine Gestalt verändern.“ „In was?“, unterbrach ich sie neugierig. „Ich kann es dir zeigen“, sagte sie und schloss die Augen. Kurz darauf öffnete sie diese wieder und hinter ihrem Rücken entfalteten sich zwei gewaltige, dunkelblaue Drachenflügel. Plötzlich erschien eine Wache an meiner Zelle und rief: „Mylady, der Rat erwartet Euch und den Hobbit nun.“ Sie nickte und verwandelte sich wieder zurück in ihre normale Gestalt. „Komm“, sagte sie an mich gewandt. „Wie heißt du eigentlich?“, fragte ich und war immer noch verwundert über das eben Gesehene. „Adrahil, die Flammende“.

Als wir aus meiner Zelle traten, bestaunte ich die vielen Gold-, Silber- und Diamantadern, die umrahmt von den anderen, in allen Farben leuchtenden Adern im Fels schimmerten. „Das ist fantastisch!“, rief ich begeistert aus, was mir ein amüsiertes Lächeln seitens Adrahils einbrachte. „Du siehst hier das Lebensfeuer unserer Insel. Sie brennt von innen heraus und so lange dieses Lebensfeuer brennt, so lange wird unser Volk fortbestehen.

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Nach einem langen Marsch durch die unterirdischen Gänge der Insel, gelangten wir in einen großen Kuppelsaal, in dem sich tausende von Dragonen versammelt hatten und lautstark diskutierten. Aber als Adrahil und ich eintraten, wurde es schlagartig still. Sie bedeutete mir, ihr zu folgen und schritt nach vorn. Alle Dragonen, deren Weg wir kreuzten, machten uns Platz und neigten respektvoll den Kopf. Adrahil blieb erst stehen, als wir auf einem Podest standen. Dort begrüßte sie einen Dragonen, dessen Schuppen in blau-lila glänzten, mit einem Nicken. „Mein Gemahl“, sagte sie. „Meine Schöne“, sagte er und gab ihr lächelnd einen Kuss auf die Stirn. Er wandte sich an die versammelten Dragonen und erhob die Stimme: „Meine Untertanen! Wie ihr wisst, ist heute seit hunderten von Jahren das erste Mal ein Fremder auf unsere Insel gelangt. Wir haben uns nun hier versammelt, um zu entscheiden, was mit ihm geschehen soll. Nun bringt eure Vorschläge!“ Eine Hand hob sich aus der Menge und ihr folgte eine Stimme: „Eure Majestät, ich könnte ihn als Sklaven gebrauchen!“ Der Dragonenkönig wiegte den Kopf hin und her und überlegte. „Nun gut… nenne deinen Preis!“ „Sagen wir 350 Goldstücke, mein Herr“, antwortete ihm der rot schimmernde Dragone. Da trat eine gelbe Dragonin vor: „Ich biete 400“. Nun erschollen von überall her Gebote und in mir begann die Wut zu kochen. Ich war doch kein Sklave! Als dann auch noch jemand rief: „So viel wollt ihr für den bezahlen? So viel ist der doch gar nicht wert!“, war das Maß voll. Ich schrie wütend auf und plötzlich explodierte an meiner Wange ein schrecklicher Schmerz.

Vor Schmerzen schreiend, wand ich mich auf dem Boden. Die Schmerzen, die wogenartig wie Wellen am Strand über mich schwappten, verschwanden dann plötzlich genauso blitzartig, wie sie gekommen waren. Als ich mich aufrappelte, starrten mich alle an. „Er muss Dragonenblut in sich haben“, stellte jemand fest. Der König wandte sich an seine Wachen: „Bringt ihn zum Weisen. Er soll herausfinden, was er ist.“ Augenblicklich griffen die Wachen nach meinen Armen und schleppten mich aus der Halle.

Die zwei Wachen brachten mich an die Erdoberfläche und zogen mich in Richtung eines riesigen Waldes. Dieser war dunkel und schien auf mich unangenehm und bedrohlich. Sie liefen mit mir einen Weg entlang, der mit dunklem Vulkangestein gepflastert war. Nach einem schier unendlich langen Weg, kamen wir an einer alten Steinhütte an. Einer der Wächter klopfte an und rief: „Yordur, macht auf! Wir kommen im Namen des Königs, mit einer Aufgabe für euch!“ Kaum war dies gesagt, wurde die Tür von innen geöffnet und uns blickte ein Dragone entgegen, der anders war, als die Anderen. Er besaß grüne Schuppen, spitze Ohren wie ein Elb und in seinen Augen leuchtete das Feuer der Weisheit. „Nun, was kann ich denn für den König tun?“ „Ihr sollt herausfinden, was er ist“, sagte die Wache links von mir und schubste mich zu Yordur. Dieser betrachtete mich nachdenklich. „Tritt ein, fremder Hobbit. Wir wollen mal sehen, was es mit deinem Mal auf sich hat.“ „Was denn für ein Mal? Und warum machen alle so einen Aufstand um meine Ankunft?“, fragte ich leicht ärgerlich. Verwundert sah Yordur meine Wachen an. „Er weiß es nicht? Ihr hättet es ihm erzählen sollen! Nun geht. Das werde ich jetzt alles übernehmen.“ Er drehte sich weg und hielt mir die Tür auf. Langsam trat ich ein und betrachtete die schlichte Hütte von innen. Sie war gemütlich eingerichtet und in einer Ecke stand ein Bett. In einer anderen Ecke gab es eine kleine Küche, in der dritten stand ein Ecktisch mit gemütlichen Stühlen davor. In der vierten Ecke stand ein riesiges Bücherregal mit einem Sessel davor. In der Mitte des Raumes jedoch, war eine Feuerstelle mit einem Kessel darauf. Rundherum waren kleine Regale mit Kräutern darin. „Erzähle mir, wie du hierhergekommen bist, kleiner Hobbit, und wie du heißt“, sagte Yordur und lächelte mich freundlich an. Zaghaft erwiderte ich sein Lächeln und erzählte ihm alles, was er wissen wollte. „Seltsam. Aquarius lässt sonst nur Dragonen zur Insel. Also warum hat er dich durchgelassen?“, fragte Yordur mehr sich selbst als mich. Nachdenklich kratzte er sich am Kinn und betrachtete mich. „Du hast ein Mal, aber erst seit kurzem… Das heißt, du musst ein Halbblut sein.“ „Was hat dieses mal damit zu tun, was ich bin?“, fragte ich verwirrt. „Nun, jeder Dragone hat eines und nur wir haben diese.“ „Das heißt, ich bin zur Hälfte Dragone und zur Anderen Hobbit? Aber… das kann nicht sein!“ „Lass uns dies testen. Ich könnte einen Trank der Vergangenheit brauen… Aber ich bräuchte dafür ein paar Haare von dir, Filbo. Um auch wirklich die Vergangenheit von dir und deiner Familie zu sehen.“, meinte Yordur und lief schon in die Mitte des Raumes zu seinem Kessel und seinen Kräutern.

Er wirbelte umher, schürte das Feuer, füllte hier mal ein rotes Pulver in den Kessel und da mal ein paar Kräuter. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie er arbeitete und ehe ich mich versah, landeten ein paar Haare von mir im Kessel. „So… Der muss jetzt erstmal eine Stunde kochen. Da haben wir Zeit uns zu unterhalten“, sagte Yordur und hielt plötzlich inne. „Möchtest du vielleicht einen Tee?“ „Ja, gerne“, antwortete ich und ließ mich am Esstisch nieder. Derweil machte sich Yordur am Herd zu schaffen und kam kurz danach mit einer Kanne Tee und zwei Bechern zu mir an den Tisch. „Na dann mal los. Frag mich aus!“ „Zunächst würde ich gerne erfahren, was es mit meinem angeblichen Mal auf sich hat“, sagte ich. Yordur lachte auf und deutete auf einen Spiegel. „Sieh selbst!“ Skeptisch sah ich ihn an, erhob mich dann aber und lief zum Spiegel. Geschockt sah ich in mein Gesicht und was sich darin drastisch verändert hatte. Es war kantiger geworden und meine Augen ähnelten denen einer Katze. Was mich aber am meisten schockte, war das Mal auf meiner Wange, welches sich in Form einer Flamme über die gesamte rechte Seite meines Gesichtes erstreckte. Langsam ließ ich mich wieder auf meinen Stuhl sinken und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. „Wie…? Was bin ich?“, fragte ich verzweifelt. „Dies versuchen wir gerade herauszufinden. Habe noch etwas Geduld, junger Freund“, sagte Yordur ruhig. „Um die Zeit zu überbrücken, werde ich dir die Geschichte meines Volks erzählen. Am beste beginne ich ganz am Anfang…

Unser Volk, die Dragonen, waren die Ersten, die auf diesem Planeten wandelten, aber da die Elben die Erstgeborenen sein sollten, wurden wir auf unsere Insel verbannt. Wir mussten im Nebel leben und waren auf unserer Insel Gefangene. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, musste dann auch noch dieser Melkor eine primitive Abwandlung unserer Art auf diesen Planeten schicken. Ihr nennt sie Drachen. So, jetzt wenden wir uns wieder dem Zaubertrank zu. Ich werde nun hineinsehen und dann werden wir mehr wissen.“ Yordur stand auf und schöpfte etwas von dem Trank in seine Tasse. Nachdem er daraus getrunken und für zwei Minuten geschwiegen hatte, wandte er sich mir zu. „Ich sah, dass deine Großmutter von dieser Insel stammte. Das heißt, dass du ein Halbblut bist. Leider werden diese hier nicht geduldet und umgebracht. Du musst fliehen!“ Ängstlich und geschockt sah ich ihn an. „Was? Aber wie soll ich denn entkommen? Ich habe kein Schiff und kann nicht schwimmen und erst recht nicht fliegen!“ „Ich werde dir helfen und dich begleiten, denn wenn sie herausfinden, dass ich dir geholfen habe, habe auch ich die längste Zeit gelebt. Außerdem ist vor kurzem meine Mutter verstorben. Mich hält hier nichts mehr. Also werde ich zu meinem Vater zurück nach Bruchtal zurückkehren“, sagte Yordur und seine Augen leuchteten entschlossen. „Nach Bruchtal? In das Tal der Elben?“, fragte ich verwirrt. „Ja. Auch ich bin ein Halbblut, wenn aus ein unentdecktes.“ „Du bist ein … Elbendragone?“, fragte ich erstaunt und Yordur nickte nur.

Plötzlich schwang die Haustür auf und eine Wache sah grimmig hinein. „Halbblüter also.“ Grimmig zog er sein Schwert und ging auf uns zu. Yordur sprang auf und schlug es ihm aus der Hand. Blitzschnell griff er sich das Schwert und schlug ihm den Kopf ab. Entsetzt schrie ich auf: „War es wirklich nötig ihn umzubringen?!“ „Er hätte uns auch getötet. Und nun höre auf, wir müssen los! Wenn ich mich recht entsinne, waren es zwei Wachen, die mit dir hierher kamen. Jetzt ist die andere Wache weg, vermutlich um Verstärkung zu holen“, sagte Yordur ernst und trat aus der Hütte. Leicht zitternd folgte ich ihm und staunte nicht schlecht, als er sich vor meinen Augen in einen Drachen verwandelte. „Steig auf“, knurrte er und ich wagte es nicht ihm zu widersprechen. Und so kletterte ich auf seinen Rücken. „Nicht so schnell, haltet ein! Ich werde nicht zulassen, dass ihr flieht!“, rief dort plötzlich die andere Wache und kam hinter einem Baum hervor, hinter dem sie sich versteckt hatte. Yordur verdrehte seine Drachenaugen und holte mit seiner riesigen Pranke aus. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie er die Wache zerquetschte. Kaum hatte er das getan, sprang er in die Luft und flog mit mir davon.

Nach einem langen und erschwerlichen Flug, kamen wir endlich in Bruchtal an, wo Yordur freudig von seinem Vater begrüßt wurde. „Yordur – mein Sohn!“ „Vater!“ Freudig fielen sie sich in die Arme. Als ich die Zwei betrachtete, dämmerte mir langsam, dass ich nicht mehr nach Hause zurückkonnte. Nicht mit diesem Aussehen. Das Geheimnis der Dragonen musste gewahrt werden. Ich erzählte Yordur, meinem einzigen Freund, von meiner Situation und dieser bat seinen Vater um Rat. Es endete schließlich damit, dass ich in Bruchtal bleiben durfte und hier lebe ich bis zum heutigen Tag. Dies war meine Geschichte. Die Geschichte eines Hobbits, der verscholl und als ein komplett Anderer – als Halbblut zurückkehrte.

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Über colourfulwilbur

Marc interessiert sich für Literatur, Natur und Musik (Thrash Metal, Death Metal, Crustpunk, D-Beat, u.Ä.). Seine Schwerpunkt-Themen sind der Individuum-Allgemeinheit-Gegensatz, die Unbeugsamkeit der Natur und soziale Ungerechtigkeit. Die verehrten Autoren und Autorinnen sind allzu zahlreich. Dennoch sollen Umberto Eco, J.R.R. Tolkien, Stanislaw Lem, Hermann Hesse, Fjodor Dostojewski (vor allem "Schuld und Sühne"), Robert Musil (vor allem "Der Mann ohne Eigenschaften") und George Orwell als besonders geliebte Vertreter genannt werden.
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